Sedivackuv Longdistance Race 2013

Etwas wehmütig traten wir den Weg an dieses Longdistance Rennen an. Waren unsere Pläne und Vorbereitungen doch gross, für die diesjährige Saison.
Doch eine Verletzung von Peters Schulter, sollte viele Pläne zunichte machen. Sein Schulterband war gerissen!
Trotz schwer verletzter Schulter, trainierte Peter noch das Team und wollte ans Sedivackuv Longdistance Rennen fahren, bevor er dann im Februar sich einer Operation unterziehen muss.
Die Anmeldung für Schweden stand, wir waren auf der Liste und können nur mehr zusehen, wie das Rennen ohne uns stattfinden wird.
Nun gut, so ist es manchmal im Leben... auf ging´s nach Desdne! 

Es sollte ein Rennen werden, mit vielen Hochs- und Tiefs!
Unterdessen können wir herzlich drüber lachen - genau an Ort und Stelle verging es uns zeitweise!

 

Bereits bei der Anreise ging es los. Plötzlich kam ein Anruf, dass das Stake-out schon voll sei und man nicht mehr anreisen müsse! Wie bitte? Wir waren eine der ersten, welche gemeldet hatten und man musste am Dienstag dort sein. Es war Montagabend. Wie das?
Wir liessen uns nicht abhalten und reisten an. Das Stake-out war in der Tat voll und wir fanden einen Platz etwas abseits in der Wiese. Er war perfekt. Wir hatten sehr viel Platz und uns gefiel das "Lager" ausgesprochen gut! 

1. Renntag

Mit einem gemütlichen Frühstück und der letzten Stärkung in der "Zivilisation", begannen wir den ersten Tag des Rennens.

Auf gings, Musher und Hunde konnten es kaum mehr erwarten!
 

Petra Brantner, Peter, Paul, Udo...

60km Trail lagen vor uns... verschneit, mit ziemlich schwerem Schnee, Berge, Täler und auch engste Wege mit steilsten Kurven.
Und genau bei so einer passierte es dann... hinter so einer Kurve "parkierte" ein Team. Unser Browny wich aus - unsere Hunde reagierten absolut korrekt, - doch leider war einem Baum nicht mehr auszuweichen. Ein Ast schlug mit voller Wucht in Peters Gesicht. Riss ihm Mütze und Brille herunter und verletzte ihn im Gesicht und am Auge.
Nun musste er nicht nur mit einer verletzten Schulter kämpfen, sondern auch noch mit einer Verletzung im Gesicht. Neben all diesen Erschwernissen möchte ich gerne erwähnen, dass Peter schwerer Diabetiker ist! Aber auch Menschen Mut machen, welche unter der gleichen Krankheit leiden! Sport und Diabetes ist - gewisse Regeln beachtend - ein guter Ausgleich! Auch Höchstleistungen sind möglich!
An dieser Stelle muss ich Peter schon ein riesen Kompliment aussprechen - ich weiss nicht wie er das macht - aber, er muss übernatürliche Kräfte haben, um das alles durchzustehen! Seine militärische Laufbahn hat da sicher einiges dazu beigetragen!
 

Der Tag endete sogar so, dass der Doghandler nicht an Ort und Stelle war, weil der Musher mit seinem Team viel früher ankam, als wir alle erwarteten.
Grandios beendeten Musher und Team den ersten Renntag! 

2. Renntag

 

Auch an diesem Tag sollten die Prüfungen und Tests nicht aufhören.

Peters Auge sah nicht gut aus. Und vor allem, er hatte keine Brille mehr. Wie es der Zufall wollte, rief gerade ein Kollege an. Dem erzählte ich von dem Unfall und plötzlich meinte dieser, wir sollen doch bitte sofort im Dogtruck nachsehen gehen. Beim letzten Training habe er wahrscheinlich seine Brille dort liegen gelassen. Und in der Tat! Dort lag sie! Eine Brille für Kurzsichtige! Peter probierte sofort diese Brille und sie passte fast. Ein bisschen zu wenig Korrektur, aber wen störte das schon. Er konnte sehen und hüpfte wie ein freudiges Weihnachtskind im Kreise! DANKE, DANKE lieber Freund, dass du deine Brille bei uns vergessen hast! Sie sollte noch sehr sehr gute Dienste leisten!

Das nächste Problem sollte gleich folgen! An der Startlinie stehend, wurde der Blick von Peter plötzlich sehr hektisch und nervös - was aussergewöhlich ist - und absolut nichts Gutes verhiess! Peter blickt noch schnell mal nervös und hektisch - nicht aber bei Rennen!
Die Bremsmatte war gerissen!
In einer riesen Reparatur-Aktion, wie bei einem Formel-1 Boxenstop, schafften es unser Doghandler und Jürgen Hierzer, den Schlitten notfallfässig, wieder renntauglich zu bekommen! DANKE Jürgen, DANKE Paul! In letzter Sekunde verliessen sie, gerade noch rechtzeitig, das Zeitfenster zum Start! Phew.....
Der Tag verlief dementsprechend für uns alle ziemlich angespannt! Bei diesem Rennen braucht man eine Bremsmatte - mehr wie alles andere! Diese engen Abfahrten schreien danach!
Was waren wir alle froh, als die Meldung kam, dass Musher und Hunde gesund und fit (der Musher eher weniger), am Check-Point für die 4 Stunden obligatorische Pause, angekommen waren. 

Nun gut, all diese Dinge reichen ja nicht, um ein spannendes, abenteuerliches Leben zu führen.
Während den Renntagen war unsere Sunny auch noch läufig geworden. Am Telefon besprachen wir, dass ein Wurf mit ihr und Cikuq in die Pläne passen würde. Die Stehtage würden dann sicher am Ende des Rennens erreicht sein.
In weiser Voraussicht hing Peter die Sunny und den Cikuq in der Pause nebeneinander. Sie schliefen friedlich und entspannt... bis die vorgeschriebenen 4 Stunden zu Ende waren. Peter spannte das Team ein, drehte sich kurz um, und dann passierte es... Sie deckten! Jetzt... genau jetzt! Das hat einiges an Zeit gekostet - und sie liessen sich viel Zeit und nahmen es sehr gemütlich. Der Blick vom Musher und was er davon hielt, sprach Bände! 

Auch das hatte mal ein Ende und so machten sich Musher und Team auf den Weg... zu später Stunde zurück zum Stake-out und in allen Tönen unseren Doghandler lobend, der sich nun um das Team kümmerte, derweil der Musher sich, nach fast 90km, ein bisschen Schlaf gönnen konnte.
Grandios reparierte Paul den Schlitten und versorgte die Hunde in einer Nachtaktion! 

3. Renntag

 

Ein Tag, der ohne grosse Vorkommnisse verlief! Was für ein Wunder! DANKE!

 

Ausser, dass der Schneesturm und der Nebel so dicht waren, dass Peter max. 6 Hunde seines Teams sehen konnte. Browny hat das Team vorzüglich durch Schnee, Eis und Nebel geleitet!

In Dunkelheit erreichten sie das Biwak und konnten dort die Nacht verbringen! 

4. Renntag

 

Dieser Tag gehört immer zu den Geschenken des Rennens. Man weiss, es ist mehr oder weniger geschafft! Der Trail vom Biwak zurück zum Stake-out ist zwar auch noch mit kleineren und grösseren Aufstiegen zu überwinden - aber im Grossen und Ganzen einfach nur schön und entspannend!
Sogar die Sonne zeigte sich und eine herrliche, traumhafte Winterlandschaft lag allen zu Füssen!

Es war geschafft! Glückstrahlend überquerten Musher und Team die Ziellinie! Die Hunde sahen bei weitem viel gesünder, entspannter und kräftiger aus, als der Musher!
Mit dem 4. Platz sind wir mehr wie zufrieden - nein - glücklich! Wirklich einfach nur glücklich und dankbar!
Bravo, das habt ihr alle wirklich gut gemacht! 

Eine "nette" Erinnerung an dieses Rennen blieb uns dann auch noch! Wir hatten alle eine schreckliche Grippe - die Schweinegrippe! Langsam erholen wir uns wieder... aber die schönste Erinnerung wird sicher jene sein: 

 

An Ostern werden wir Trail-Puppies haben! :-)

 

 

-Elisabeth-

Eine kleine Bildgalerie von den Renntagen:

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Last Update: 21th March 2015

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